Innovationscampus der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit Räumlichkeiten des Biomasse-Instituts eröffnet

Innovationscampus der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit Räumlichkeiten des Biomasse-Instituts eröffnet

 

Triesdorf – Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) eröffnete am Freitag, 18. Juni, in einer Online-Veranstaltung den neuen Innovationscampus in Merkendorf. In Form eines Grußwortes wünschte unter anderem Staatsminister Bernd Sibler viel Erfolg für diese Erweiterung des Campus Triesdorf, die sich dem Themenfeld der Digitalisierung widmet. Am Innovationscampus sind das Kompetenzzentrum für Digitale Agrarwirtschaft (KoDA) der HSWT sowie das Biomasse-Institut (BIT), ein gemeinsames Technologietransferzentrum der HSWT und der Hochschule Ansbach, angesiedelt. Darüber hinaus ist dort das digitale Gründerzentrum Stadt und Landkreis Ansbach ‘ANsWERK’ vertreten. Das Fraunhofer IIS plant, in der Nachbarschaft des Innovationscampus einen Standort zu etablieren.

Die HSWT treibt mit der Einrichtung des Innovationscampus die Forschung voran und setzt damit nicht zuletzt den Auftrag der Hightech Agenda Bayern um. Am Innovationscampus liegt der Fokus auf der Digitalisierung. “Unserem Claim ‘Applied Sciences for Life’ folgend stehen auch am Innovationscampus die Anwendung und die Praxisnähe im Vordergrund, für die Menschen und die Natur, aber auch für die Wirtschaft und die Region. Wir wollen digitale Innovationen, insbesondere in den Agrarwissenschaften, nutzbar machen und effektiv einsetzen”, so HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet anlässlich der Eröffnung. Prof. Dr. Markus Reinke, Vizepräsident Forschung und Wissenstransfer der HSWT, betonte: „Eine Hochschule für angewandte Wissenschaften muss nicht nur den aktuellen Stand des Wissens in Forschung und Lehre verwerten beziehungsweise vermitteln, sondern auch den Wissens- und Praxisstandard der Zukunft mitgestalten. Der Innovationscampus der HSWT mit dem BIT und dem KoDA ist ein zentraler Baustein, um eine solch innovative Ausrichtung umzusetzen.”

Unser Foto zeigt den neuen Innovationscampus. Dieser beherbergt unter anderem Büroräume, einen Co-Working-Space und Werkstätten. (Foto: HSWT)

Der neue Innovationscampus beherbergt unter anderem Büroräume, einen Co-Working-Space und Werkstätten. (Foto: HSWT)

 

Gebündelte Expertise für praxisrelevante Innovationen

Ziel des Innovationscampus ist es, die Expertise der dort angesiedelten Einrichtungen zu bündeln, einen fruchtbaren Austausch zu schaffen und so die gemeinsame Innovationsstärke weiter voranzutreiben. Zudem soll Wissenstransfer in die Praxis stattfinden, etwa durch die nachbarschaftliche Zusammenarbeit mit dem digitalen Gründerzentrum ANsWERK. Dieses will ein Digitalisierungsnetzwerk aufbauen, Gründer:innen unterstützen und innovative junge Menschen für die Betriebe in der Region begeistern. Für Start-ups steht am Campus ein Co-Working-Space zur Verfügung, so dass ein unmittelbarer Austausch mit den Expert:innen der dort ansässigen Einrichtungen erfolgen kann. Da Praxisnähe am Innovationscampus großgeschrieben wird, gibt es auf dem Gelände auch Werkstätten, in denen Studierende und Projektpartner:innen gemeinsam mit Forscher:innen an der praktischen Umsetzung von theoretischen Überlegungen arbeiten können.

 

Das Biomasse-Institut am Innovationscampus

Das BIT beschäftigt sich am Innovationscampus insbesondere mit Themen rund um die Landnutzung. So geht es beispielsweise darum, wie verschiedene Ebenen der Landnutzung – Nahrungsmittelproduktion, Biomasseerzeugung und Biodiversität – sinnvoll verbunden und optimiert werden können. Durch Professuren aus der Hightech Agenda Bayern soll das Forschungsportfolio weiter ausgebaut werden, um sich den Veränderungen in der Landnutzung, die insbesondere durch den Klimawandel hervorgerufen werden, noch intensiver widmen zu können.

Prof. Dr. Bernhard Bauer, wissenschaftlicher Leiter des BIT: “Das BIT beschäftigt sich seit Jahren mit den aktuellen Fragen rund um die Landnutzung, Biomasseerzeugung und Biomassenutzung. Am Innovationscampus wird das BIT die Themen rund um die Landnutzung im Bereich der Kohlenstoff-Sequestrierung in Agrarökosystemen und der Anpassung der Biomasseerzeugung an den Klimawandel weiter ausbauen.” 

 

Das Kompetenzzentrum für Digitale Agrarwirtschaft am Innovationscampus

Das KoDA widmet sich am Innovationscampus der Bildung, Vernetzung und Forschung bezüglich der Digitalisierung im Umfeld der Agrarwirtschaft und -wissenschaften.  Ziel ist es, dem Bedarf an Fort- und Weiterbildung in der Branche zu begegnen sowie die Potenziale der Digitalisierung für die Landwirtschaft zu sondieren und nutzbar zu machen. Somit soll letztlich die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Agrar- und Ernährungswirtschaft nachhaltig gesichert und gestärkt werden. “Wir freuen uns darauf, auf dem Innovationscampus zusammen mit Studierenden, Mitarbeiter:innen, Kolleg:innen und unseren Partnern das Thema Digitalisierung zu bearbeiten und fruchtbar zu machen”, sagte KoDA-Leiter Prof. Dr. Patrick Noack.

KoDA ist zudem HSWT-intern fakultäts- und campusübergreifend tätig: Das Kompetenzzentrum koordiniert und entwickelt die Lehre im Bereich der Digitalisierung an der HSWT.

 

Mit dem angedachten Zentrum für Technologien in der Pflanzen-Phänotypisierung, welches das Fraunhofer IIS in direkter Nähe zum Innovationscampus einzurichten plant, erhalten sowohl das KoDA als auch das BIT einen idealen Kooperationspartner als Nachbarn am Innovationscampus.

21.06.2021, Christine Dötzer