SmartBioGrid

„SmartBioGrid“ – Optionen zum Einsatz von fester Biomasse in dekarbonisierten Wärmenetzen

 

Projektinhalt und -ziele

Zum Erreichen der Klimaschutzziele bis 2030/ 2050 wird auch der Sektor der Wärmeversorgung einen Wandel von fossilen hin zu regenerativen Energieträgern vollziehen müssen. Neben dezentralen Versorgungsanlagen für einzelne Wohneinheiten und Gebäude betrifft das auch Nah- und Fernwärmenetze. Laut AGFW sind mehr als 82 % des in Heizwerken und Heizkraftwerken eingesetzten Brennstoffs fossilen Ursprungs und verantwortlich für etwa 28 Mio. t CO2-Emissionen pro Jahr. Für bestehende Netze bedeutet das, dass die derzeit eingesetzten fossilen Wärmeerzeuger mittelfristig nicht mehr zur Verfügung stehen. Für die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung gibt es eine Vielzahl von technischen Lösungen, die sich in verschiedenen Leistungen und Konfigurationen kombinieren lassen und darüber hinaus durch die Anforderungen der Abnehmer und des vorhandenen Wärmenetzes beeinflusst werden.

Ziel der zu erarbeitenden Studie ist es daher, die Transformation von fossil betriebenen zu vollständig mit erneuerbarer Energie versorgten Wärmenetzen an zwei repräsentativen Referenznetzen im urbanen Raum zu untersuchen. Die resultierenden Anpassungen werden darüber hinaus für einen möglichst effizienten Betrieb optimiert, rechtlich bewertet und hinsichtlich ihrer Eignung von fester Biomasse als steuerbarer Option zum Ausgleich der fluktuierenden erneuerbaren Energien analysiert. Die hierfür entwickelten Hilfsmittel und Programme werden allen Anwendern nach Projektabschluss kostenfrei zur Verfügung gestellt. Grundlegende Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen an die Politik werden abgeleitet und erläutert.

 

Projektdauer

01.09.2019 – 31.08.2022

 

Projektleitung

Prof. Dr. iur Astrid von Blumenthal
Tel.: +49 (0) 981 4877-297
astrid.blumenthal[at]hs-ansbach.de

 

Projektbearbeitung

Projektförderung und Kooperationspartner

Das Projekt wird vom BMWi im Rahmen des Programms „Energetische Biomassenutzung“ gefördert, Projektträger ist die Forschungszentrum Jülich GmbH (PtJ). Das Verbundvorhaben wird vom Deutschen Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) koordiniert und gemeinsam mit der TU Dresden sowie dem Biomasse Institut am Standort der Hochschule Ansbach bearbeitet, welches für die Klärung der rechtlichen Fragestellungen in dem Projekt verantwortlich ist.