Stand des Biomasse-Instituts am Johannitag 2019 lockte viele Interessierte und Besucher

Stand des Biomasse-Instituts am Johannitag 2019 lockte viele Interessierte und Besucher

 

Der Stand des Biomasse-Institus mit Mitarbeitern am Johanni-Tag 2019. Links im Bild das Elektro-Fahrzeug „TRIOBRID“

Bei vollem Sonnenschein präsentierte sich heuer der Stand des Biomasse Instituts (BIT) am Johannitag 2019 mit zahlreichen Projekten. Für viele Besucher noch eine Neuigkeit an der HSWT, war die starke Präsenz der wissenschaftlichen Forschung an der sonst Lehre-geprägten Hochschule. Seit einigen Jahren koordiniert und unterstützt das Biomasse-Institut angewandte Untersuchungen und geförderte Projekte, die konkrete, aktuelle Fragestellungen zur Erzeugung und Nutzung von Biomasse reflektieren.

16 Poster, Projektionen und Ausstellungsstücke gaben Einblick in Kooperationen, in die Professoren, Mitarbeiter und Studenten der HSWT in Triesdorf und der Hochschule Ansbach involviert sind. Besonderer Magnet war der Schlepper mit Messrahmen für die Optimierung von Material und Oberfläche von Injektionsgeräten für eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Düngerausbringung (Projekt „EffID“). Spezielle Ziele des Wissenstransfers zeigten Projekte wie „Raum für Vielfalt“, „Schnittmuster – Mahdmosaik und Vielfalt in einer grünlanddominierten Landschaft“ oder „TOPAS“, die Bewusstsein für Auswirkungen landwirtschaftlicher Maßnahmen auf die Biodiversität der Landschaft stärken oder die Umsetzung von Praxis-relevanten Ausbildungsmöglichkeiten für Studenten fördern sollen. Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere aus Biogasproduktion, in speziellen Anwendungen, z.B. als alternativen Treibstoff für Fahrzeuge (TRIOBRID) und in direkter Einspeisung in lokale Elektrizitätsnetze, zu verwenden, war ein weiterer Themenschwerpunkt. Flammengeschütze Dämmmaterialien aus Recycling- und Biomaterialien oder Simulationsmodelle für einen optimierten Betrieb von Biogasanlagen zu entwickeln, gehörte zu den aktuellen Herausforderungen.

Von links nach rechts: Christoph Fritze, Dr. Nicolas Alt, Prof. Dr. Michael Rudner und Prof. Dr.-Ing. Norbert Huber im Gespräch mit einem interessierten Besucher des Standes.

Besondere Relevanz für die Landwirtschaft hatte die Entwicklung von sensorgesteuerten Reifendrucksystemen bei Traktoren für einen optimierten Befüllungsgrad und Luftdruck, je nach momentanem Untergrund (Projekt „ARDopt“). Das Langzeitprojekt „CATCHY“ untersucht die Auswirkungen des Anbaus von Zwischenfrüchten auf Parameter der Bodenfruchtbarkeit und des Ertrags. Dazu konnten auch das Wurzelwachstum von Getreide in transparenten Schrägwandgefäßen bestaunt werden. Die 30.000 Besucher des Johannitages hatten viel zu erkunden, viele Informationen mitzunehmen und waren durch das BIT-Team am Stand vor dem Dekanat gut beraten.

 

03.07.2019, Dr. Bettina Fähnrich